< Andreas und die Sprache ^ 05.-08. Jeju ^ 09. Busan >

08. Zeltplatz, nach Busan

Teilweise leicht verkatert wachen wir auf [Bild]Miriam und Andreas - direkt nach dem Aufwachen in unserem Hotelzimmer
Miriam und Andreas
und vergnügen uns, bis Kang aufgestanden ist, mit Fernsehen [Bild]Philipp und Richard - genießen das koreanische Fernsehen
Philipp und Richard
. Aus den üblichen Soaps, die den unsrigen ähneln, sticht ein besonders schnulziges Drama hervor, vermutlich aus Japan, in dem eine Lady aus Versehen ihren Geliebten mit dem Schwert umbringt und dann stundenlang den anfangs Sterbenden, dann Gestorbenen, jammernd in den Armen hält.

Endlich erlöst uns Kang, und wir fahren zum Flughafen, wo er uns bei Lotteria zu einem Hamburger-Frühstück einlädt. Wir finden die Hamburger leckerer als die bei McDonald's. Eigentlich hatten wir gedacht, wir fahren von hier mit dem Taxi zum Zeltplatz zurück, aber Kang besteht darauf, uns zurückzufahren [Bild]Kang - erkundigt sich nach dem Weg zu unserem Zeltplatz
Kang
. Am Zeltplatz angekommen, schenken wir Kang zum Abschied [Bild]Abschiedsfoto mit Kang -
Abschiedsfoto mit Kang
einen kleinen Schwarzwaldkalender, bedanken uns herzlich für die Erlebnisse, und er fährt zurück zum Flugplatz, um nach Hause zu fliegen.

Wir breiten unsere sämtlichen vom gestrigen Tag und der Nacht nassen Sachen auf dem Weg aus, um sie in der kurz durchblinzelnden Sonne zu trocknen, und sind dabei wohl ein etwas ungewohnter Anblick [Bild]Richard - bewacht unsere Sachen und versucht, den verwunderten Koreanern zu erklären, dass wir keinen Flohmarkt machen, sondern unser vom Regen durchnässtes Gepäck trocknen wollen
Richard
. Derweil essen wir noch etwas, dann packen wir alles ein und machen uns mit dem Fahrrad auf die rasante Abfahrt nach Jeju. Hier geben wir unsere Fahrräder ab und fahren mit dem Taxi zum Fährterminal. Über Nacht wollen wir innerhalb von elf Stunden nach Busan fahren.

Um halb acht abends fahren wir los [Bild]Unsere Fähre nach Busan -
Unsere Fähre nach Busan
. Die zweite Klasse war wohl ausgebucht, daher haben wir für 2700 Won pro Person Tickets für die dritte Klasse [Bild]Im der Dritten Klasse - schläft man einfach in einem großen Raum auf dem Boden – aber dafür sind wir ja ausgerüstet
Im der Dritten Klasse
bekommen. Hier sitzt/liegt man mit vielen anderen Leuten zusammen in einem großen Raum auf dem Boden. Es ist etwas unruhig, aber nach einer Weile finden wir trotzdem etwas Schlaf. Philipp hat Einschlafprobleme und wandert ein wenig auf dem Schiff umher. Schließlich setzt er sich im Flur auf eine Bank und schreibt sich die Erlebnisse der Vortage auf. Zwischendurch wird ihm von freundlichen Koreanern ein Kaffee geschenkt, und man möchte ihn sogar in die erste Klasse einladen, dort kann man alleine in einem Raum schlafen. Da Philipp aber nicht nach Schlaf zumute ist, lehnt er dieses nette Angebot dankend ab und begnügt sich damit, das nächtliche Treiben auf dem Schiff zu verfolgen. Im Laufe der Nacht setzt sich ein Koreaner zu ihm und verwickelt ihn in gebrochenem Englisch in ein Gespräch. Sehr bald ist zu erkennen, dass es sich um einen der christlichen Evangeliumsprediger handelt, die wir schon im Hafen beobachtet hatten. Nachdem Philipp ihm seine Einstellung zum Glauben geschildert hat, verliert der Prediger jedoch plötzlich das Interesse und zieht, etwas verunsichert wirkend, von dannen.


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