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09. Busan

In schöner Morgensonne kommen wir um 6 Uhr in Busan [Bild]Kurz vor dem Anlegen - man sieht den Busan Tower
Kurz vor dem Anlegen
an. Wir wollen die frühe Stunde nutzen und zum Jagalchi, dem berühmten Fischmarkt. Ein kleiner Mann, der uns gleich etwas hinterlistig erscheint, will uns unbedingt mit seinem Taxi dorthin bringen. Wir fragen ihn, was es ungefähr kosten würde, er sagt 5000 Won. Wir steigen ein und er schaltet das Taxameter nicht ein, behauptet es sei kaputt. Er will uns wohl den Pauschalpreis abknöpfen. Wir werden misstrauisch und Richard besteht vehement darauf, dass er es einschaltet. Und siehe da, es funktioniert! Das Schlitzohr gibt sich jedoch nicht geschlagen, kaum sind wir aus dem Hafen raus, fährt er in die falsche Richtung. Wir holen eine Karte raus, um zu signalisieren, dass wir wissen wo es langgeht. Einen U-Turn später geht's nun in die richtige Richtung. Wir sind am Ziel und das Taxameter steht auf 2200 Won. Dieser Halunke bekommt von uns kein Trinkgeld!

Nun gut, während sich unsere Gemüter nach diesem ersten enttarnten Abzockversuch abkühlen, schlendern wir über den Fischmarkt. Hier gibt es – Fisch [Bild]Auf dem Fischmarkt Jagalchi - Fische und sonstige ehemalige Meeresbewohner aller Formen und Größen freuen sich mit uns über die Morgensonne
Auf dem Fischmarkt Jagalchi
, in allen Arten, lebend oder frisch gestorben. Dazu lauter Fischweiber [Bild]Ein Fischweib -
Ein Fischweib
, die für uns alle ziemlich ähnlich aussehen: klein, stämmig, relativ kurzes, lockiges Haar, runzlige, von der Arbeit gezeichnete Gesichter.

Weiter hinten auf dem Markt gibt es auch Fleisch, Gemüse [Bild]Gemüseweiber - sitzen weiter hinten auf dem Markt
Gemüseweiber
und Früchte sowie nicht essbare Dinge [Bild]Warenstände - mit allem Möglichem gibt es noch weiter hinten
Warenstände
aller Art, Kleidung, Geschirr, buddhistische Accessoires und so weiter.

Wir gehen in ein Restaurant, deren Besitzer sehr nett [Bild]Großmutter und Baby - in dem Restaurant, in dem wir essen
Großmutter und Baby
erscheinen, um endlich mal wieder zu essen. Wir möchten am liebsten dasselbe essen wie vorgestern Abend mit Kang, und schaffen es auch, etwas Ähnliches zu bestellen, nur nicht so vielfältig. Mit 50.000 Won für alle zusammen kostet es mehr als wir erhofft hatten, aber die Besitzer sehen vertrauenswürdig aus.

Von hier aus rufen wir Dong-In an, die Andreas über www.hospitalityclub.org kontaktiert und kennengelernt hatte. Wir treffen sie um 11 Uhr an einer U-Bahn-Station in der Nähe, gehen zusammen Eis essen [Bild]Andreas und Dong-In - freuen sich über die Eis-Fruchtschale, die hier in Korea ein sehr beliebter Snack ist
Andreas und Dong-In
und bummeln. Obwohl, bummeln kann man das eigentlich nicht nennen, da wir immer noch das ganze Gepäck auf dem Rücken tragen.

Anschließend fahren wir zum Haus ihrer Familie, wo wir die kommende Nacht schlafen werden. Hier ruhen wir uns ein bisschen aus, schauen Fotos an und essen etwas, damit wir heute Abend gut gestärkt etwas unternehmen können.

Nach dem Verzehr der Pasta, die Richard als Beispiel exotischer westlicher Esskultur zubereitet hat, gehen wir mit Dong-In und ihrem Bruder in die Stadt. Wir laufen durch ein Viertel [Bild]Nachtleben in Busan -
Nachtleben in Busan
, in dem sehr viele Jugendliche unterwegs sind, zum Strand Haeundae. Auch hier sind viele Leute am Feiern. Vom Strand aus gehen wir in eine Disko, in der gerade ein Cocktailshakerwettbewerb stattfindet. Begleitet unter anderem von zwei Liedern von Scooter wirbeln die Barkeeper jongleurmäßig Flaschen, Shaker und brennende Dinge [Bild]Feuershow - in der Disco
Feuershow
durch die Luft, was gar nicht ganz unprofessionell aussieht.

Nach der Show gehen wir in eine andere Disko um zu tanzen und von dort aus in ein Jimjilbang. Das ist eine Mischung aus Sauna und Schlafsaal, in dem zuerst kollektiv in verschiedenen Räumen geschwitzt wird und man sich dann ein freies Plätzchen irgendwo auf dem Boden im Gemeinschaftsschlafsaal [Bild]Gemeinschaftsschlafsaal - im Sauna-Hotel
Gemeinschaftsschlafsaal
sucht, wo man schlafen kann – natürlich alles in knielangen Shorts und mit T-Shirt. Das ist wohl ein beliebte Ort für Dates, da man ja nicht einfach so beieinander übernachten kann. Die Gäste sind hauptsächlich Jugendliche, und das Ganze ist für uns sehr ungewöhnlich, aber durchaus nett und entspannend.


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