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16. Andong, Hahoe Maeul

Heute fahren wir um 8 Uhr morgens mit dem Bus nach Andong und wollen auf dem Weg von hier zum Dorf Hahoe Maeul beim Maskenmuseum abspringen. Das verpeilen wir und machen so mit dem Bus [Bild]Im Bus -
Im Bus
noch einen Abstecher über einen langen, schmalen, erdigen Weg zur ehemaligen konfuzianischen Erziehungsanstalt Byeongsanseowon [Bild]Richard - entspannt sich auf einer Gallerie in Byeongsanseowon
Richard
. Hier haben wir 20 Minuten Zeit, um uns die Anstalt [Bild]Blick - in die andere Richtung
Blick
mit ihren netten Häuschen [Bild]Ein schnuckliges Häuschen -
Ein schnuckliges Häuschen
zusammen mit den anderen Touristen anzuschauen, dann geht es den schmalen Weg zurück. Unser Bus hat noch einen Lastwagen vor sich, und das führt zu Komplikationen mit dem Gegenverkehr. Nach längeren Rangiermanövern, während derer unser Bus von einem Jeep [Bild]Unser Gegenverkehr -
Unser Gegenverkehr
etwas touchiert wird, geht es weiter, diesmal planmäßig zum Maskenmuseum.

Hier sind im Erdgeschoss verschiedenste traditionelle koreanische und asiatische Masken [Bild]Pickelmaske -
Pickelmaske
zu sehen. Teils symbolisieren sie Jahreszeiten oder Götter, teils gehörten sie Schauspielertruppen [Bild]Theatermasken -
Theatermasken
, die sich in alten Zeiten zum Beispiel über die Yangban lustig machten, eine Art Aristokraten, deren Macht sich mehr auf Wissen als auf materiellen Dingen begründete. Im oberen Stockwerk kann man verschiedenste Masken [Bild]Ein Affe -
Ein Affe
aus aller Welt sehen. Insgesamt ein sehr buntes, oft auch lustiges [Bild]Gumbo und sein Bruder -
Gumbo und sein Bruder
Erlebnis.

Wir gehen ein Stück den Weg hinunter, um in einem Maskenladen ein paar Souvenirs zu erstehen. Im Vorgarten steht eine ganze Sammlung dieser bizarren Baumstammfiguren [Bild]Richard - flirtet mit der attraktiven Baumstammlady
Richard
, die wir hier schon einige Male gesehen haben. Sie werden wohl als Wächter aufgestellt.

Nun gehen wir zur eigentlichen Hauptattraktion, dem Dorf Hahoe Maeul [Bild]Dorfidylle -
Dorfidylle
. Es sieht heute noch so aus wie im 16. Jahrhundert, und der Unterschied zu anderen Museumsdörfern ist, dass es an seinem ursprünglichen Ort steht und immer noch bewohnt [Bild]Eine Dorfbewohnerin -
Eine Dorfbewohnerin
ist. Die Bewohner bewahren und restaurieren es mit Unterstützung der Regierung, und wenn man sich die paar Autos und die vielen Touristen wegdenkt, fühlt man sich wie in einem normalen Dorf vor langer Zeit. Eine weitere Besonderheit ist, dass hier sowohl Adlige [Bild]Ein sehr edles Haus - durch eine Ritze im Tor
Ein sehr edles Haus
als auch niederes Volk [Bild]Normale Häuser -
Normale Häuser
wohnten, die Adligen im Zentrum und die übrigen am Rand. Außerdem weisen die Häuser vom Zentrum aus in alle vier Richtungen, und nicht, wie üblich, alle in die gleiche Richtung.

Am Wochenende finden traditionelle Maskentänze [Bild]Im Theater -
Im Theater
statt, bei denen wir einige der Masken aus dem Museum wiedersehen. Neben vielen koreanischen Touristen sind hier auch ein paar Westler [Bild]Die Westler wissen nicht - wie ihnen geschieht
Die Westler wissen nicht
zu sehen, von denen dann auch gleich welche in die Arena zitiert werden, wo sie etwas hilflos herumwackeln.

Nach dem Spektakel promenieren wir weiter durch das Dorf [Bild]Veranda mit Laterne -
Veranda mit Laterne
, begucken das Dorfleben [Bild]Eine hübsche Spinne -
Eine hübsche Spinne
und entspannen uns zum Ausklang des Tages am Fluss [Bild]Am Fluss -
Am Fluss
, der eine Schleife um das Dorf zieht. Hier misst Richard sich mit ein paar Koreanern im Steinhüpfenlassen.

Schließlich entschließen wir uns, den Heimweg anzutreten, werfen einen letzten Blick [Bild]Haus und Berge -
Haus und Berge
auf das Dorf und gehen zur Bushaltestelle. Hier stellen wir fest, dass der nächste Bus nach Andong erst in knapp zwei Stunden geht. Ohne zu wissen, ob das hier Sitte ist, und teilweise etwas widerwillig, stellen wir uns an die Straße, die vom Parkplatz führt und versuchen es per Anhalter. Die Koreaner scheinen diese Art des Reisens nicht so gewohnt zu sein, viele übersehen uns beschämt, einige winken abwehrend mit der Hand. Am freundlichsten reagiert ein alter Mann auf einem Motorroller auf unsere Gesten, aber das bringt uns wenig. Nachdem viele Autos mit wenig und einige mit viel freiem Platz an uns vorbeigefahren sind, hält ein Koreaner mit Frau und zwei kleinen Kindern in einem normalen Auto an. Ein Kind setzt sich bei der Mutter auf den Schoß, und wir quetschen uns zusammen mit dem zweiten auf die Rückbank. Der Koreaner arbeitet bei einer Regierungseinrichtung für internationale Kooperation und ist vermutlich ein recht hohes Tier. Er bringt uns bis Andong, von wo aus wir mit dem Bus nach Hause fahren.


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