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17. Englischlehrer

Diesen gemütlichen Sonntagmorgen haben wir uns wirklich verdient. Wir verbringen den Vormittag mit Relaxen, Frühstücken, Postkarten Schreiben, Schlafen und Lesen.

Am Nachmittag haben wir eine Einladung bei Herrn Kim [Bild]Herr Kim -
Herr Kim
, dem ehemaligen Englischlehrer von Frau Hong. Er wohnt in einem alten konfuzianischen Haus, das vor über 500 Jahren von seinen Vorfahren erbaut wurde und als Nationalschatz unter besonderem Schutz steht. Auf einer Art Veranda [Bild]Herr Kim - bei der Veranda, auf der wir uns unterhalten
Herr Kim
unterhalten wir uns mit dem Englischlehrer.

Herr Kim erklärt uns [Bild]Herr Kim und Richard -
Herr Kim und Richard
, dass die Familie und die Ahnen im Konfuzianismus sehr wichtig sind. Er ist stolz darauf, das Haus seiner Vorfahren weiterzuführen und die Tradition aufrecht zu halten. Mit seinen 71 Jahren macht Herr Kim einen sehr vitalen Eindruck und erzählt uns lebhaft [Bild]Herr Kim -
Herr Kim
von seinem Besuch bei Frau Hong in Deutschland.

Anschließend führt er uns durch das Anwesen [Bild]Besichtigung - des Anwesens
Besichtigung
, das aus mehreren Gebäuden besteht. Es gibt getrennte Nebenhäuser für Männer und Frauen, alles ist in einem schlichten traditionellen Stil gehalten. Die Häuser sind aus Holz und Ton gebaut und Herr Kim erzählt uns, dass er eine Abneigung gegen Zementhäuser habe.

Schließlich führt Herr Kim uns zu einem kleinen Haus [Bild]Das Häuschen - mit den Schreinen
Das Häuschen
, in dem die Schreine [Bild]Herr Kim - öffnet den jüngsten Schrein
Herr Kim
seiner Ahnen aufbewahrt werden. In konfuzianischen Zeremonien zündet man Kerzen vor ihnen an und verbeugt sich respektvoll vor ihnen. Er erklärt uns, dass er, wenn er stirbt, hier einen Schrein [Bild]Aus der Nähe -
Aus der Nähe
bekommt und dass der Inhalt des ältesten Schreins dann vergraben wird, da immer nur vier Generationen hier aufbewahrt werden. Seine Kinder, deren oberstes Gebot nach konfuzianischer Denkart ist, ihre Eltern [Bild]Herr Kim - und seine Frau
Herr Kim
zu ehren, werden den Hof [Bild]Chilischoten - werden getrocknet und dann zu Gochujang verarbeitet
Chilischoten
dann wohl weiterführen.

Doch auch am Konfuzianismus geht die rapide Modernisierung nicht spurlos vorüber, Herr Kims jüngster Sohn beispielsweise wird kirchlich eine Christin heiraten. Auch erklärt er uns, dass der Respekt der Menschen für die konfuzianischen Lehren in seinen 40 Lehrjahren kontinuierlich abgenommen habe. Er erklärt uns, dass nach konfuzianischer Ansicht materielle Entwicklung mit der spirituellen einhergehen sollte.

Gegen Abend möchte uns Herr Kim zum Essen einladen und wir fahren, ganz nach konfuzianischer Denkart in ein Männer- und ein Frauenauto getrennt, zu einem Restaurant. Dort gibt es leckere regionale Spezialitäten, und wir trinken reichlich Soju zusammen.

Um unsere kleine Exkursion in den Konfuzianismus abzurunden, besichtigen wir noch eine nahegelegene alte konfuzianische Schule [Bild]Das Eingangstor - zur konfuzianischen Schule
Das Eingangstor
. Hier wird wohl heute noch in traditioneller Schuluniform unterrichtet. Wir versprechen Herrn Kim, dass wir uns in Korea oder in Deutschland wiedersehen werden und verabschieden [Bild]Abschiedsbild - Hye-Su, Richard, Herr Kim, Philipp, Andreas
Abschiedsbild
uns mit einem kräftigen Händedruck.

Hye-Su und Mun-Ja begleiten uns nach Hause [Bild]Abends - beim Quatschen und Singen
Abends
, und wir essen eine Wassermelone zusammen. Dabei singen wir deutsche und koreanische Lieder und verabschieden uns anschließend von ihnen, da wir morgen weiterfahren werden.


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